Mundspiegel zu Zahnprophylaxe

Was kann man beim Zähne putzen falsch machen?

Wir putzen uns jeden Tag die Zähne, aber machen wir auch wirklich immer alles richtig? Viele machen beim Zähneputzen Fehler, und das obwohl sie eigentlich der Meinung sind, alles richtig zu machen. Was sind die häufigsten Irrtümer?

5 Fehler beim Zähneputzen

Je häufiger man sich die Zähne putzt, desto besser

Falsch. Es ist viel wichtiger, sich ausreichend Zeit für das Putzen zu nehmen und gründlich zu putzen. Wer sich sehr oft die Zähne putzt, das aber immer nur recht flüchtig, entfernt nicht effektiv den Zahnbelag und es entstehen Säuren, die den Zahn angreifen. Es ist also viel wichtiger, sich die Zähne nur zweimal am Tag zu putzen, das aber dann in Ruhe.

Richtig fest schrubben entfernt den Zahnbelag am besten

Falsch. Wer zu fest aufdrückt oder eine sehr harte Zahnbürste verwendet, kann die Zähne sogar schädigen. Der Zahnschmelz wird geschwächt und damit anfälliger für Erkrankungen. Um den Zahnbelag zu entfernen reicht ein leichter Druck. Es ist jedoch wichtig, die richtige Technik anzuwenden. Sanfte kreisende Bewegungen mit einer schräg angelegten Zahnbürste sorgen für saubere Zähne. Auch eine elektrische Zahnbürste ist hilfreich. Es gibt auch Modelle die anzeigen, wenn man beim Putzen zu fest aufdrückt.

Gleich nach dem Essen Zähne putzen

Es scheint sinnvoll, sich gleich nach dem Essen die Zähne zu putzen, denn man möchte ja immer saubere Zähne haben. In vielen Lebensmitteln sind aber Säuren, die die Zahnöberfläche weicher werden lassen. Putzt man sich dann gleich die Zähne, entfernt man auch in geringen Mengen den Zahnschmelz. Besser ist, erst etwa 30 Minuten nach dem Essen die Zähne zu putzen. Bis dann hat der Speichel Speisesäuren und grobe Speisereste entfernt. Der Zahnschmelz ist wieder gefestigt und Zahnbelag kann einfach entfernt werden.

Zahnseide ist unnötig

Viele denken, die Verwendung von Zahnseide ist nur etwas für Personen, die besonders auf Gründlichkeit achten. Tatsächlich ist Zahnseide aber sehr wohl für jeden sinnvoll, da man mir ihr auch zwischen den Zähnen reinigen kann, was mit einer Zahnbürste nicht immer ausreichend möglich ist. Wer bislang noch keine Zahnseide genutzt hat, sollte sich also überlegen damit anzufangen, denn nur wenn auch die Zahnzwischenräume sauber sind, können Krankheiten wie Parodontose optimal vermieden werden. Auch eine Munddusche kann helfen, wie wir im vorherigen Artikel beschrieben haben.

Zähne aufhellen schadet nicht

Weiße Zähne gelten als besonders attraktiv und viele greifen zu Produkten, die die Zähne heller werden lassen. Das sogenannte Bleaching wird ebenfalls immer populärer, und das, obwohl es für die Zähne garnicht so gut ist. Die Zahnfarbe ist genetisch bedingt und wer mit der eigenen Zahnfarbe nicht zufrieden ist, sollte sich lieber beim Zahnarzt beraten lassen ehe versucht wird, mit verschiedenen Mitteln die Zähne aufzuhellen. Grundsätzlich sollte man sich aber bewusst sein, das auch verfärbte Zähne durchaus gesund sein können und man mit einer Aufhellung immer eine gewisse Schädigung verursacht.